Smart Production

Smart Production – Im Rahmen des Projektes werden Prozesse, Maschinen und Materialien für die Herstellung von Produkten in Kleinserien (Stückzahlen: 1-1.000) entwickelt und untersucht. Diese stellen im Produktionsalltag besonders unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine besondere Herausforderung dar, angesichts der Tatsache, dass Fixkosten (z.B. Entwicklung und Erstellung von Tiefziehformen (engl. moulds), Rüstkosten) einen erheblichen Anteil an den Herstellkosten haben und somit die Produkte verhältnismäßig teuer bis hin zu unwirtschaftlich sind. Angesichts der stetig steigenden Nachfrage nach individuellen Lösungen und Produkten sowie dem steigenden Bedarf an Prototypen durch immer kürzere Innovationszyklen, gibt es seit einigen Jahren einen starken Trend in Richtung flexible Produktionsverfahren. Das Projekt „Smart Production“ adressiert mit der Entwicklung

  1. von intelligenten 3D-Drucktechniken für bisher nicht druckbare Materialien,
  2. eines flexibel programmierbaren Tiefziehwerkzeugs und
  3. neuer zerstörungsfreier Messsysteme für die Qualitätskontrolle

diese Herausforderung. Die Produktion von Kleinserien wird dadurch günstiger und variabler. Neben dem Einsatz von industriell nutzbaren weichen Materialien in additiven Verfahren ist es Ziel des Projektes einen bislang noch nicht bestehenden Scale-up auf bis zu ca. 2 m² sowohl beim 3D-Drucken als auch für die flexible Tiefziehform zu vollziehen. Es werden durch neue Messverfahren Materialeinsparungen erzielt, Ausschüsse vermieden und bessere Produktqualitäten erzeugt sowie neue Einsatzzwecke geschaffen.

Vorraussichtlicher Projektstart wird der 1. Januar 2017 sein. Die Projektkosten in Höhe von 6.259.906 € werden durch das INTERREG V A Programm zu 67,45 % mit finanziert.

Das Projekt in der Presse:

Kunststoff Magazin (KM) Ausgabe 3-4/2017